Kleine Fische geangelt in der Nacht

NACHTANGELN LA GOMERA

Nachtangeln auf La Gomera ist besonders spannend. Die großen Räuber, welche tagsüber gerne tiefer oder weiter draußen auf dem Meer jagen, kommen bei Dunkelheit gerne in Ufernähe, um sich den Bauch vollzuschlagen. ​

Bei Dunkelheit sollte das Gerät ruhig ein bis zwei Nummern gröber ausfallen, auch ein Stahlvorfach ist empfehlenswert – egal ob beim Spinnfischen oder Naturköderangeln. Wenn Du nach Anbruch der Dunkelheit mit Kunstködern angelst, dann können die Zielfische zumindest schon mal grob aussortiert werden. Überwiegend gehen dann Barrakudas, Atlantische Bonitos, Zackenbarsche, Blaufische und Bernsteinmakrelen an den Haken. Wer mit Naturködern angelt, der muss immer damit rechnen, dass ein großer Rochen oder auch ein Hai an den Haken geht, insbesondere wenn Du in Grundnähe angelst. Ich habe es aber auch schon erlebt, dass sich ein Rochen den im Mittelwasser schwimmenden Köderfisch geschnappt hat. Deswegen stelle ich die Pose auf maximal 3–5 Meter Tiefe ein, je nachdem wie tief das Wasser an der ausgewählten Stelle ist. Falls Du mal einen Hai oder Rochen am Haken hast und diesen landen willst, dann pass bitte auf die scharfen Zähne und/oder die giftigen Stacheln auf, diese können fiese Wunden verursachen und sehr schmerzhaft bis lebensbedrohlich sein.

GRUNDANGELN

Besonders viel Spaß macht mir das Grundangeln auf die kleineren Brassen- und Snapperarten – oft beißen aber auch stattliche Muränen oder große Sargos. Auch die relativ kleinen Jungs, welche maximal 1,5 Kilogramm schwer werden, machen an relativ feinem Gerät richtig viel Spaß. Auch hier sollte man zumindest ein 0,30 mm starkes Fluorocarbon-Vorfach nehmen. Die Hakengröße ist beim Grundangeln von besonderer Bedeutung! Ist der Haken zu groß, dann bekommst Du gar keine oder viele Fehlbisse. Ist der Haken zu klein, so bekommst Du zwar mehr Bisse, aber es werden dann überwiegend die kleineren Exemplare an den Haken gehen. Probier es einfach aus, Du wirst es relativ schnell herausfinden. Hakengröße 1 ist zumindest ein guter Anhaltspunkt (plus/minus 2 Hakengrößen). Als Montage dient mir die gute alte Durchlaufmontage an einem Tropfblei (50–150 Gramm, je nach Strömung). Manchmal schalte ich auch einen kleinen Auftriebskörper vor den Haken, sodass der Köder wenige Zentimeter über dem Grund schwebt. Kleine Fischfetzen, mittlere Köderfische, Gambas oder Tintenfischstücke sind hier die optimale Köderwahl.

KUNSTKÖDER BEI NACHT?

Wenn Du es mit Kunstködern probieren willst, dann versuch es mit etwas dickbäuchigeren Wobblern, leichten Jigs oder auch mit Gummifischen (mit einem zusätzlichen Angsthaken am Schwanz versehen). Dabei ist es egal, auf welche Farbe Du zurückgreifst, wobei meine Favoriten eher ölfarbende Modelle sind! Ich habe auch gute Erfahrungen mit fluoreszierenden, silberglänzenden oder weißen Ködern gemacht. Bei Vollmond hingegen greife ich gerne auf die Farben Schwarz und Weiß zurück. Abends kann man auch die etwas flacher abfallenden Strandabschnitte abfischen, welche tagsüber eher unattraktiv sind.

In den Wintermonaten kommen auch die sonst so scheuen Glasaugen, hier Catalufa genannt, näher ans Ufer. Normalerweise leben diese etwas tiefer in Höhlen, Steinansammlungen oder verwinkelten Riffen.

Wenn man dann einen Schwarm ausfindig gemacht hat, hat man in der Regel leichtes Spiel. Einfach einen kleinen 20 bis 30 Gramm Jig auf den Grund sinken lassen und dann ruckartig durch alle Wasserschichten nach oben jiggen. Der Köder sollte etwas langsamer gezupft werden, als man es sonst vom Jiggen her kennt. Schon hat man im Optimalfall ein paar Catalufas am Haken. Ein kleiner, aber sehr leckerer Speisefisch.

Meist muss man auch nicht weit auswerfen, um den ersten Fischkontakt zu bekommen. Probier es einfach aus! In meiner kostenfreien PDF-Datei "Kunstködertipps" und "Welcher Köder für welchen Fisch&Mindestmaße" findest Du weiterführende Informationen.

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