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©2019 by Gomera Fishing | Markus Mette

NACHTANGELN LA GOMERA

Nachtangeln auf La Gomera ist besonders spannend. Die großen Räuber, welche tagsüber gerne tiefer oder weiter draußen auf dem Meer jagen, kommen bei Dunkelheit gerne in Ufernähe um sich den Bauch vollzuschlagen. ​

Bei Dunkelheit sollte das Gerät ruhig ein bis zwei Nummern gröber ausfallen, auch ein Stahlvorfach ist empfehlenswert – egal, ob beim Spinnfischen oder Naturköderangeln. Wenn Du nach Anbruch der Dunkelheit mit Kunstködern angelst, dann können die Zielfische zumindest schon mal grob aussortiert werden. Überwiegend gehen dann Barrakudas, Atlantische Bonitos, Zackenbarsche, Blaufische und Bernsteinmakrelen an den Haken. Wer mit Naturködern angelt, der muss immer damit rechnen, dass ein großer Rochen oder auch ein Hai an den Haken geht, insbesondere wenn Du in Grundnähe angelst. Ich habe es aber auch schon erlebt, dass sich ein Rochen den im Mittelwasser schwimmenden Köderfisch geschnappt hat. Deswegen stelle ich die Pose auf maximal 3-5 Metern Tiefe ein, je nachdem wie Tief das Wasser an der ausgewählten Stelle ist. Falls Du mal einen Hai oder Rochen am Haken hast und diesen landen willst, dann passt bitte auf die scharfen Zähne und/oder den giftigen Stachel auf, diese können fiese Wunden verursachen und sehr schmerzhaft bis lebensbedrohlich sein.

Besonders viel Spaß macht mir das Grundangeln auf die kleineren Brassen- und Barscharten – oft beißen aber auch stattliche Muränen oder  große Drückerfische. Auch die relativ kleinen Jungs, welche maximal 1,5 Kilogramm schwer werden, machen an relativ feinem Gerät richtig viel Spaß. Auch hier sollte man zumindest ein 0,30mm starkes Fluorocarbon-Vorfach nehmen. Der Hakengröße ist beim Grundangeln von besonderer Bedeutung! Ist der Haken zu groß, dann bekommst Du gar keine oder viele Fehlbisse. Ist der Haken zu klein, so bekommst Du zwar mehr Bisse, aber es werden dann überwiegend die kleineren Exemplare an den Haken gehen. Probier es einfach aus, Du wirst es relativ schnell herausfinden. Hakengröße 1 ist zumindest ein guter Anhaltspunkt (+ - 2 Hakengrößen). Als Montage dient mir die gute alte Durchlaufmontage an einem Tropfblei (50-150 Gramm, je nach Strömung). Manchmal schalte ich auch einen kleinen Auftriebskörper vor den Haken, so dass der Köder wenige Zentimeter über dem Grund schwebt. Kleine Fischfetzen, mittlere Köderfische, Gambas oder Tintenfischstücke sind hier die optimale Köderwahl.

Wenn Du es mit Kunstködern probieren willst, dann versuch es mit etwas dickbäuchigeren Wobblern, schmalen Blinkern in silber, oder auch mit Gummifischen (mit einem zusätzlichen Angsthaken am Schwanz versehen). Dabei ist es egal, auf welche Farbe Du zurückgreifst, wobei meine Favoriten eher hellere Farben sind! Ich habe gute Erfahrungen mit fluoreszierenden, silber-glänzenden oder weißen Ködern gemacht. Bei Vollmond hingegen greife ich gerne auf die Farbe Schwarz zurück.

Abends kann man auch die etwas flacher abfallenden Strände oder Uferabschnitte abfischen, welche tagsüber eher unattraktiv sind. Meist muss man auch nicht weit auswerfen um den ersten Fischkontakt zu bekommen. Probier es einfach aus!