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KÖDER, GERÄTE, ZIELFISCHE

Welche Angelmethoden sind auf La Gomera erfolgreich?

In diesem Artikel gebe ich Dir nur die Basic-Tipps mit auf dem Weg. Falls Du noch weiterführende Informationen über die Fangmethoden der einzelnen Zielfische, die besten (Kunst-) Köder, die Hotspots im Valle Gran Rey und weitere Tipps haben möchtet, dann kannst Du Dir die PDF-Datei „Angelguide Valle Gran Rey“ runterladen. Diese kostet einmalig 45EUR und nach Erhalt der Zahlung lasse ich Dir den Zugangscode zukommen.

 

Ich liebe das klassische Spinnfischen mit Kunstködern! Als Köder kommen deswegen überwiegend verschiedene Kunstköder wie Wobbler, Gummifische, Popper, Blinker, Stickbaits und Teaser in verschiedenen Größen und Farben zum Einsatz. Dabei ist es oftmals schwierig, den passenden Köder, die richtige Farbe und die optimale Größe rauszufinden, da die Fische auf La Gomera mehr als launisch sind. Mal ist ein 20 Zentimeter langer Wobbler in neon-orange oder schwarz/silber die richtige Wahl, wenige Stunden später beißen die Fische nur noch auf kleine und naturfarbene Stickbaits und am darauffolgenden Tag werden Kunstköder konsequent ignoriert. Dann kommt der klassische Köderfisch zum Einsatz. Aber welcher Köderfisch ist dann die richtige Wahl? Kleine Sardinen, Makrelen oder doch eine etwas größere Gelbstrieme? Und wo bekomme ich frische Köderfische her, wenn ich diese brauche? Ist Hoch- oder Tiefwasser die bessere Wahl, rauben die Fische eher bei Sonnenauf- oder Sonnenuntergang? Ist Vollmond wirklich vorteilhaft? Du siehst, manchmal ist es komplizierter, als es im ersten Moment aussieht. Aber genau diese kleinen Details sind entscheidend.

Ich beschränke mich, nach vielen Experimenten, meist auf das Angeln vom Ufer, Boot oder Kajak aus, und diese Methoden sind meiner Meinung nach auch am erfolgreichsten. Es gibt auf La Gomera viele Küstenabschnitte, an denen der Grund direkt auf 20 Meter Tiefe oder mehr abfällt. Die zerklüfteten und abwechslungsreichen Bodenstrukturen in Kombination mit dem großen und abwechslungsreichen Nahrungsaufkommen sind ein Festschmaus für alle Arten von Räubern und Kleinfischen. Klar, diese potenten Stellen muss man erst einmal finden, aber dazu hast Du ja mich.

Die Artenvielfalt auf La Gomera ist wirklich unglaublich, und man weiß im Grunde nie, was einem an den Haken geht. Aber überwiegend fische ich gezielt auf Barrakudas, Hornhechte, Blaufische, Bonitos, Wahoos, Atlantische Bonitos, Zackenbarsche, Goldmakrelen, Bernsteinmakrelen, Makrelen und Drückerfische. Dabei beträgt das Durchschnittsgewicht der gefangenen Fische 1 bis 5 Kilogramm, aber in sehr regelmäßigen Abständen gehen auch Brocken von 10 bis 25 Kilogramm an den Haken. Und glaub mir: Eine 5 Kilogramm schwere Bernsteinmakrele macht an feinem Gerät mehr Krawall als ein 10-Kilo-Hecht! Salzwasserfische sind in der Regel pure Muskelpakete und so ist es nicht unüblich, dass direkt nach dem Biss die ersten 50 Meter Schnur innerhalb weniger Sekunden von der Rolle gezogen werden.

Je nach Zielfisch angle ich auch gerne mit einer einfachen Posenmontage. Es gibt Jahreszeiten, in denen wochenlang nichts auf Kunstköder geht. Dann ist eine frische Sardine oder eine Bastardmakrele oftmals der Schlüssel zum Erfolg. Aber wie groß sollte der Haken sein, nehme ich Drillinge oder lieber doch nur einen Einzelhaken? Wie lang und wie dick sollte das Fluorocarbon-Vorfach sein? Reduziert ein Stahlvorfach tagsüber die Bissfrequenz? Das Meer vor La Gomeras Küsten ist oftmals glasklar, und wenn es dann auch noch windstill ist, stellt uns das vor besondere Herausforderungen, was die richtige Köder- und Gerätewahl angeht.

Rute, Rolle, Schnur

Dann stellt sich noch die Frage nach dem optimalen Angelgerät. Mit Monofiler-Schnur angle ich schon lange nicht mehr, da die Vorteile einer geflochtenen Schnur klar auf der Hand liegen. Keine Dehnung, eine höhere Wurfweite und große Tragkraft bei dünnem Durchmesser. Eine gute, salzwasserfeste Rolle mit genügend Schnurkapazität und einer starken Bremse ist unabdingbar, und ich habe gute Erfahrungen mit den Modellen „PENN-Conflict“ und der „Stradic“-Serie von Shimano gemacht. Die Rutenlänge beim Uferangeln sollte 2,40 bis 3 Meter betragen, das Wurfgewicht ist, je nach Köderwahl, variabel. Ich angle gerne mit einer 3 Meter langen Rute mit einem Wurfgewicht von 20 bis 60 Gramm. Aber wie gesagt, bei großen Ködern kann das Wurfgewicht auch schon mal hoch bis 90 oder 120 Gramm gehen. Je nach Zielfisch verwende ich sehr hochwertige geflochtene Schnur mit einem Durchmesser von 0,17 bis 0,28 Millimeter. Klar, wenn ich mit dem Kajak oder Boot rausfahre, verwende ich eine deutlich kürzere Rute, als wenn ich von der Hafenmauer oder vom Strand aus angle. Hier nehme ich sehr kurze Ruten mit einer maximalen Länge von 1,40 bis 1,70 Meter.

Wenn es im Sommer dann doch mal auf die mittleren Thunfische, Goldmakrelen oder Wahoos geht, dann kommt auch schon mal meine "PENN Conflict 6000" mit knapp 300 Meter 0,40mm geflochtener Schnur und einen stabil 20-30lbs Rute (1,60 Meter) zum Einsatz. Damit habe ich bis jetzt alles an Land gezogen, auch wenn es manchmal etwas länger gedauert hat als geplant.