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©2020  Gomera Fishing | by Markus Mette

KAJAKANGELN LA GOMERA

Das Angeln mit dem Kajak ist eine besonders erfolgreiche Methode, um auf La Gomera einen schönen Fisch zu fangen. Klar, mit dem Kajak kommt man (in der Regel) nicht so weit raus aufs Meer, um einen großen Blauflossen-Thunfisch zu fangen, aber möglich ist theoretisch alles. Aufgrund der meist stabilen Wetter- und Strömungsverhältnisse eignet sich die Westküste La Gomeras optimal, um mit dem Kajak angeln zu fahren. Weiterführende Infos über die einzelnen Zielfische und die richtige Köderwahl findet Ihr in meiner kostenfreien PDF-Datei "Kunstködertipps" und "Welcher Köder für welchen Fisch". Die besten Spots im Valle Gran Rey findest Du in den Dateien "Angeln im Valle Gran Rey - Land" und "Angeln im Valle Gran Rey - Boot&Kajak".

Ich schleppe gerne einen großen Wobbler (z. B. den X-Rap) hinter dem Kajak her, man kann aber auch kleinere Modelle nehmen. Insbesondere die schlanken Modelle sind in der Küstenregion besonders fängig. Streamer (Tintenfischimitate) sind zum Schleppen mit dem Kajak nicht wirklich geeignet, da man mit dem Kajak nicht auf die gewünschte Geschwindigkeit kommt, welche bei 3–7 Knoten liegt. Mit Gummifischen bekommt man i. d. R. zu viele Fehlbisse, Blinker bringen nicht viel Fisch und andere Kunstköder sind oftmals nicht zum Schleppen geeignet. Der klassische Wobbler schlägt mit Abstand alle anderen Köder. Flach laufende Modelle im Sardinen-Look oder schlanke Modelle, wie der Rapala Max-Rap (17 cm), eignen sich besonders gut, um in den Uferregionen zu schleppen.

Barrakuda auf La Gomera geangelt

Besonders viel Spaß macht mir das Schleppen mit totem Köderfisch am System, gerne eine frische Makrele. Die Schleppgeschwindigkeit sollte sehr langsam sein, sonst gibt es zu viele Fehlbisse. Bei dieser Art des Angelns sollte der Köder ca. 30 bis 50 Meter hinter dem Boot hergeschleppt werden, und ein Stahlvorfach ist ebenfalls Pflicht. Hier kann das Gerät gerne noch eine Nummer stärker ausfallen als unten beschrieben, da sich auch gerne mal ein kleiner Hammerhai oder ein großer Blaufisch am Köderfisch vergreift.  Auch die großen Barrakudas und Wahoos kann man mit dieser Methode an den Haken bekommen.

DAS RICHTIGE GERÄT

Da ich nicht so auf Multirollen stehe, verwende ich auch beim Kajakangeln eine Stationärrolle. Es gibt bestimmt hochwertigere Rollentypen, aber ich schwöre auf die PENN-Conflict Reihe. Da ich jeden Tag am Meer stehe und mein Equipment fast jede Saison komplett auswechseln muss, habe ich mich bewusst für diese Rolle entschieden, da diese eine hohe Übersetzung und eine gute Bremse hat. Zudem ist sie sehr robust und kann einiges ab. Eine Rolle mit einem ausgezeichneten Preis-/Leistungsverhältnis ist die Shimano Socorro SW. Auf dem ersten Blick ein wenig viel Plastik, aber sie macht wirklich einen anständigen Job und die Bremskraft von bis zu 12 Kilogramm ist auch nicht zu verachten. Zudem empfehle ich Euch eine hochwertige Schnur, ich persönlich verwende seit Jahren die Spiderwire und PowerPro Serien mit einem Durchmesser von 0,20 bis 0,28mm.

Ein hochwertiges Fluorocarbon-Vorfach von mindestens 10 Meter Länge und gute Wirbel sind unerlässlich. Verbunden werden die beiden Schnüre mit einem Slim-Beauty-Knoten. Die Räuber stehen auch oft sehr ufernah, sodass Du nicht mal weit raus aufs Meer fahren musst, um diese zu fangen. Besonders in den Sommer- und Spätsommermonaten ist die Küste voll mit Futterfisch, und das lassen sich die Jäger nicht entgehen.

Eine kurze und verhältnismäßig steife Rute mit einer robusten, salzwasserfesten Rolle und reichlich geflochtene Schnur sind ein guter Anfang, um im Urlaub ein paar Mal vom Kajak aus fischen zu gehen. Ich persönlich verwende gerne eine sehr steife und verhältnismäßig kurze Rute (Daiwa-Saltist oder Shimano Tiagra-A-Standup). Das Wurfgewicht ist in diesem Fall nicht so relevant, die Rute sollte aber eine harte Spitzenaktion haben, damit der Anschlag direkt sitzt.

Große Steinansammlungen, große Felsen, kleine Riffe und steil abfallende Kanten sind besonders erfolgversprechend. Diese kann man durch das glasklare Wasser meist problemlos erkennen. Mit einer guten Polarisationsbrille ist das natürlich leichter. Bei Voll- und Neumond ist die Brandung besonders stark und die Strömungen unberechenbar. Gleiches gilt bei konstant anhaltendem Wind, welcher überwiegend aus nördlicher Richtung kommt. In dieser Zeit solltest Du die nahen Uferregionen meiden. Wenn Du zu nahe an das Ufer kommst, dann drückt Dich die Brandung gnadenlos gegen die Felsen und man kann mit einem kleinen Paddel nicht wirklich dagegenhalten.

Grundvoraussetzung, um mit dem Kajak raus aufs Meer zu fahren, ist allerdings ein minimales Fitness-Level. Du solltest in Deiner Euphorie nicht vergessen, dass Du teilweise einige Kilometer paddeln musst, um zu den Fanggründen zu gelangen. Viele vergessen dabei, dass man den ganzen Weg auch wieder zurückpaddeln muss. Teil Dir Deine Kraftreserven also gut ein! Wenn der Wind unerwartet dreht oder die Wellen von einer Sekunde auf die andere höher werden, dann solltest Du in der Lage sein, schnellstmöglich an Land zu paddeln.

GUT ZU WISSEN

Bei dem am Hafen von Vueltas ansässigen Anbieter Gomera Activa kann man sich stundenweise Hochseekajaks zu relativ günstigen Konditionen ausleihen. Einige davon haben sogar eine Vorrichtung, um die Angel zu fixieren.In der Nähe des Hafenbeckens ist das Kajakfahren relativ ungefährlich, Du solltest nur auf die Fähren und Boote achten. Das kann in den anderen Orten der Insel, insbesondere im Norden La Gomeras, schon ganz anders aussehen! In den nördlich gelegenen Orten wie beispielsweise Hermigua, Vallehermoso oder Agulo würde ich persönlich nicht mit dem Kajak rausfahren!

Folgende Utensilien solltest Du wirklich immer mit an Bord haben: Wasserschutz für das Handy, Handy, Gripper/Gaff, Sonnenbrille, Sonnenhut, Sonnencreme, kleines Handtuch, Trinkwasser, Schwimmweste. Und lieber weniger Equipment mitnehmen, da der Platz auf einem Kajak sehr begrenzt ist.