Castillo del mar (La Gomera)

Angeln in Vallehermoso

Wildes Meer, Schwarzbarsche und richtig große Fische

Über das Angeln im hoch gelegenen Stausee „Embalse de la Encantadora“ habe ich schon ausführlich etwas geschrieben. Hier geht es lediglich um das Fischen im Meer.

Vallehermoso ist die zweitgrößte Gemeinde auf La Gomera. Diese zieht sich vom Norden bis hinunter in den Süd-Westen der Insel. Und dort findest Du auch die ersten drei guten Angelstellen: Der eher unbekannte Strand „Playa de Iguala“ ist nur zu Fuß aus erreichbar oder halt mit dem Boot/Kajak. Es ist eine kleine, maximal 200 Meter lange Bucht mit einem Kieselstrand, und das Wasser fällt hier eher flach ab. Wer sich im Valle Gran Rey ein Kajak ausleiht, der kann diesen einsamen Ort relativ unkompliziert anfahren. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit! Hier sind das Angeln mit flach laufenden Wobblern und auch das Grundangeln sehr erfolgreich, insbesondere bei Hochwasser. In der kostenlosen PDF-Datei "Kunstködertipps" oder "Welcher Köder für welchen Fisch&Mindestmaße" findet Ihr weiterführende Infos.

Die Bucht „La Rajita“, welche unterhalb der Bananenplantage bei La Dama liegt, ist ein wirklich schöner Ort, um fischen zu gehen. Der Strand besteht aus groben Kieselsteinen und ist über eine Asphaltstraße auch mit dem Auto gut zu erreichen. Dort steht eine alte, seit Jahrzehnten stillgelegte Fischkonservenfabrik – und nicht umsonst haben die Einheimischen damals die Fischfabrik genau an diesem Ort erbaut. Die Gewässer vor La Dama sind in den Sommermonaten voll mit Bonitos und anderen Schwarmfischen. Die Uferregionen sind allerdings eher flach abfallend, ich schätze die Wassertiefe auf den ersten 25 Metern auf maximal 2 bis 4 Meter. Dafür ist der Grund aber mit vielen kleinen und großen Felsen gesäumt und das Wasser glasklar. Wenn man die 30-Meter-Linie überwirft, dann wird es sehr schnell sehr tief! Und dort stehen die großen Jungs!

Die Bucht „La Rajita“ auf La Gomera

Ein beliebter Ort bei den einheimischen Fischern ist die alte Kaimauer. Allerdings angeln die Einheimischen eher auf Gelbstriemen, Papageienfische, Sargos und anderen Kleinkram.

 

Grundangeln ist hier meist zu riskant, oder man arbeitet mit einem Abrissblei. Ein Köderfisch an einer einfachen Posenmontage in 2 Metern Wassertiefe angeboten oder flach laufende Kunstköder, insbesondere Wobbler, Needle-Sticks und Popper,  sind hier meine Favoriten. Wer genügend Zeit hat, der sollte es auch mal nach Sonnenuntergang probieren. Hier hat man fast eine Fanggarantie.

Ganz oben im Norden Vallehermosos findest Du die „Playa de Vallehermoso“, den kleinen aus Kieselsteinen bestehenden Strand des Ortes. Und gleich nebenan siehst Du auch das berühmte Castillo del mar. Wie fast überall im Norden sind der Wellengang und die Strömung fast ganzjährig sehr extrem. Man muss sehr vorsichtig sein, wenn man zwischen den glitschigen Steinen rumklettert. Mehr dazu findest Du in meinem Beitrag „Hinweise“.

Hier habe ich schon ein paar schöne Bernsteinmakrelen, Zackenbarsche und Atlantische Bonitos an Land gezogen. Ich hatte zudem auch schon das große Glück, dass sich eine große Goldmakrele von 15 Kilogramm an meinem Popper vergriffen hat. Ja, eine Goldmakrele von Land aus zu fangen ist eher selten, aber in den Spätsommermonaten durchaus möglich.

Da das Wasser hier schnell tief abfällt, lohnt sich auch der Versuch mit einem 40 bis 60-Gramm-Jig oder einem Gummifisch mit einem 30 bis 40-Gramm-Kopf. Hier besteht zwar Hängergefahr, aber wenn Du ein wenig vorsichtig bist, dann geht das schon. Wobbler machen hier meist keinen Sinn, außer die Strömung ist extrem schwach. Die meisten Wobbler sind sehr strömungsanfällig, und der Lauf ist dann nicht mehr optimal. Oder Du verwendest strömungsstabile bzw. sinkende Modelle, welche man extrem weit werfen kann. Wenn Du einen Tagesausflug nach Vallehermoso planst, dann sollte die Reiserute auf jeden Fall mit im Gepäck sein!

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