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©2020  Gomera Fishing | by Markus Mette

ANGELN AM STAUSEE BEI VALLEHERMOSO

In diesem Artikel geht es lediglich um das Angeln im Süßwassersee bei Vallehermoso. Weiterführende Informationen über das Meeresangeln in Vallehermoso findet Ihr in im Artikel "Angeln Vallehermoso".

Wenn Du Dich im Vorfeld schon anderweitig über das Angeln auf La Gomera informiert hast, dann bist Du bestimmt schon auf diverse Artikel über das Süßwasserangeln auf der zweitkleinsten Kanareninsel gestoßen. Suchbegriffe wir „Karpfenangeln La Gomera“ oder „Schwarzbarsche La Gomera“ sind mit die meist gesuchten Angel-Keywords bei der Google-Suche. 

Meiner Meinung nach zeigen die im Netz auffindbaren Videos und Artikel ein falsches und überzogenes Bild von der Realität. Ja, es gibt Karpfen in den beiden erwähnenswerten Stauseen auf La Gomera. Und diese werden teilweise auch richtig groß. Aber der Stausee „Presa de Amalahuigue“, welcher in Las Rosas liegt, ist wirklich schwer zu befischen, da die Uferabschnitte größtenteils steil abfallen und mit üppigem Grün bewachsen sind. Ich versuche gerade herauszufinden, ob man dort überhaupt noch angeln gehen darf und wo man ggf. die Lizenz erwerben kann! Zudem würde ich es nicht gutheißen, wenn dieser schöne und unberührte Ort auf einmal von abenteuerlustigen Hobbyanglern gestürmt würde!

KARPFEN UND SCHWARZBARSCHE

Der hoch in den Bergen gelegene Stausee „Embalse de la Encantadora“ bei Vallehermoso ist da etwas angelfreundlicher. Dieser beherbergt ebenfalls Karpfen, auch wenn diese etwas kleiner und schwer zu fangen sind. Wer es dennoch versuchen möchte, der kann ganz klassisch mit Schwimmbrot, Mais oder auch Boilies angeln. In so einem unberührten See sollte es klar sein, dass man nicht mit organischer Ködermasse anfüttert, um einen Karpfen an den Haken zu bekommen. Solch unüberlegte Aktionen können nämlich ganz schnell das sensible Ökosystem des Sees durcheinanderbringen.

Das Angeln auf Schwarzbarsche, von denen es massig im „Embalse de la Encantadora“ gibt, macht mir persönlich am meisten Spaß. Als Gerät nehme ich eine einfache Shimano-Vengeance Rute (3,30 Meter) mit einem Wurfgewicht von 5 bis 40 Gramm und einer kleinen Shimano Stradic 1000er Rolle. Auch hier verwende ich eine gute geflochtene Schnur mit einem Durchmesser von 0,10 mm und ein kurzes Fluorocarbon-Vorfach mit 0,16 bis 0,18 mm Durchmesser. Popper, Twister, Crankbaits und kleine Wobbler sind am fängigsten. Am Stausee verwende ich auch gerne knallige Farben, besonders wenn die Fische beißfaul sind oder es bewölkt ist. Und das kommt verhältnismäßig oft vor!

BUNTBARSCHE?

Zwischendurch fange ich auch immer wieder mal verschiedene kleine (Bunt-)Barscharten, welche ich nicht eindeutig zuordnen kann. Mir scheint es, als ob jemand seine Viktoriabarsch-Sammlung aus dem Aquarium im See freigelassen hätte! Das Ufer des Sees ist teilweise mit Schilf zugewachsen und im Sommer sind die Ränder des Sees stark mit Kraut bewachsen. Man muss schon weit auswerfen oder einen Popper nehmen, um nicht im dichten Kraut hängen zu bleiben. Zudem ist der Wasserstand ein ausschlaggebender Faktor. Wenn wenig Wasser im See ist, dann sinkt der Sauerstoffgehalt und die Fische werden träge. Wie tief der See ist, kann ich leider nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, ich schätze maximal 30–40 Meter. Du solltest den Köder, in diesem Fall einen Gummifisch oder Twister mit einem 15-bis-25-Gramm-Blei und zusätzlichen Angsthaken am Schwanz, auch mal direkt an der Staumauer runterlassen. Oftmals stehen die großen Schwarzbarsche dort im Mittelwasser oder am Grund und lauern auf ihre Beute.

Bis vor kurzem hat man im Rathaus bei Vallehermoso die Angellizenz für das Angeln im Stausee „Embalse de la Encantadora“ problemlos erhalten. Seit Anfang 2020 ist dies wohl nicht mehr möglich. Allen Anschein nach dürfen nur noch Einheimische und eingetragene Residenten dort angeln gehen und es werden keine Genehmigungen mehr für Touristen rausgegeben (Stand: Jan-Apr 2020).