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Benötige ich eine Angellizenz auf La Gomera?

Ich lese im Internet immer wieder, dass es nicht zwingend notwendig sei, sich eine Angellizenz zu besorgen, wenn man auf La Gomera angeln gehen möchte. Das ist definitiv falsch! Wenn Du auf La Gomera angeln möchtest, dann benötigst du natürlich eine Angellizenz. Auch auf La Gomera finden regelmäßig Kontrollen durch die Guardia Civil statt. Und wenn Du keine gültige Lizenz vorzeigen kannst, dann kann es richtig teuer werden. Eine Fischereiprüfung musst Du in Spanien nicht ablegen, Du kannst den Angelschein für die Kanarischen Inseln problemlos in jedem Rathaus der einzelnen Gemeinden erwerben. Mit diesem kannst Du auf allen sieben Kanarischen Inseln angeln gehen. Bitte beachte, dass der Angelschein nur in Kombination mit Deinem Personalausweis gültig ist. Kinder unter 14 Jahren benötigen keine gesonderte Lizenz. Es gibt drei verschiedene Lizenzen für Hobbyangler und Taucher.

​Lizenz Kategorie 1 – „Pesca Marítima Recreativa de Altura“:

Mit der Angellizenz der Kategorie 1 darfst Du vom Boot aus mit zwei Angelruten fischen. Schleppangeln ist mit dieser Lizenz ebenfalls erlaubt. Für die meisten Touristen ist diese Kategorie uninteressant, da die meisten Big-Game-Anbieter eine gewerbliche Angellizenz haben, die beinhaltet, dass die Gäste auch ohne eigene Lizenz angeln dürfen. Wenn Du Dir allerdings privat ein Boot mieten möchtest, um etwas weiter draußen auf dem Meer zu fischen, dann solltest Du Dir diese Lizenz besorgen. Pro Boot und Angler darf man maximal 3 Fische pro Tag fangen, wobei das Gesamtgewicht nicht über 100 Kilogramm liegen darf. Der Mindestabstand zu Badestränden beträgt 250 Meter und zu Berufsfischern muss man einen Abstand von knapp 1000 Metern einhalten. Die Angellizenz der Kategorie 1 kostet ca. 32 Euro pro Person und ist 3 Jahre lang in ganz Spanien gültig.

​Lizenz Kategorie 2 – „Pesca Recreativa Submarina a Pulmón Libre“:

Mit der Lizenz der Kategorie 2 darf man unter Wasser harpunieren gehen und somit ist diese nicht wirklich interessant für Angler. Das Harpunieren ist aber nur beim Schnorcheln erlaubt, eine Tauchausrüstung oder andere technische Hilfsmittel dürfen nicht verwendet werden.

​Lizenz Kategorie 3 – „Pesca Recreativa de Superficie, bote sin curricán bote sin curricán“:

Eine Angellizenz der Kategorie 3 beinhaltet das Angeln mit maximal 2 Ruten vom Land und vom Boot aus, allerdings ist Schleppangeln verboten. Die 3-Meilen-Zone darf mit dem Boot nicht überschritten werden (Abstand zum Ufer). Es dürfen pro Tag maximal 5 Kilogramm Fisch (ein oder mehrere Fische) pro Angler entnommen werden. Der Angelschein kostet ca. 16 Euro pro Person – auch dieser ist 3 Jahre ab dem Ausstellungsdatum gültig. Die Mindestabstände zu Berufsfischern und Badestränden sind dieselben wie bei der Kategorie 1.

​Um den Angelschein für La Gomera beantragen zu können, benötigst Du einen gültigen Personalausweis und die geforderte Geldsumme in bar. In der Regel kann der Schein gleich mitgenommen werden. Für die örtlichen Süßwasserseen auf La Gomera benötigst Du eine gesonderte Lizenz, die Du ebenfalls im Rathaus erwerben kannst.

 

​Alle Angaben sind ohne Gewähr und ohne Garantie auf Aktualität!

 

 

Welcher Angelschein ist der Richtige?

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GESETZLICHE BESTIMMUNGEN

Mindestmaße, Fanglimits, geschützte Arten, Verbote

Abgesehen von den eigenen Standards, nach denen der respektvolle Umgang mit den Fischen an oberster Stelle stehen sollte, gibt es auch in Spanien gesetzlich vorgeschriebene Bestimmungen. Da die spanische Angelverordnung sehr umfangreich und kompliziert ist, liste ich hier nur die wichtigsten auf. Alle Angaben sind ohne Gewähr!

Von bestimmten Fischarten darfst du nur einen pro Tag angeln:

Zahnbrasse, Roter Drachenkopf, Zackenbarsch, Wolfsbarsch, Meerrabe, Brauner Lippfisch, Grüner Lippfisch, Marmorbrasse, Petersfisch, Dorade

​Folgende Fischarten müssen nach dem Fang (theoretisch) mit einem Schwanzflossen-Schnitt markiert werden:

Zahnbrasse, Roter Drachenkopf, Große Bernsteinmakrele, Petersfisch, Zackenbarsch, Meerrabe, Gewöhnlicher Umber


 

Wann und wo darf ich überhaupt angeln und welche Regelungen gibt es?

  • In allen Häfen und Hafenanlagen auf den Kanaren ist das Angeln verboten. In den Häfen von Valle Gran Rey und San Sebastian ist das Angeln allerdings geduldet.

  • Das Fischen mit Mitteln der Berufsfischer ist nicht erlaubt.

  • Der gefangene Fisch darf nicht verkauft werden.

  • Pro Tag und Person dürfen maximal 5 Kilogramm Fisch entnommen werden (Lizenz Kategorie 3).

  • Zwischen dem 1. Mai und dem 30. September ist das Angeln am Strand zwischen 7:00 und 22:00 Uhr verboten. An Badestränden darf nicht geangelt werden.

  • In Naturschutzgebieten darf grundsätzlich nicht geangelt werden.

  • Die Fische haben ein vorgeschriebenes Mindestmaß.

  • Das Anfüttern der Fische ist verboten.

  • Es darf mit maximal 2 Angelruten pro Person geangelt werden (Lizenz Kategorie 1+3).

  • Mit lebendem Köderfisch zu angeln ist verboten.

  • Pro Rute sind maximal 3 Haken erlaubt.


​Alle Angaben sind ohne Gewähr und ohne Garantie auf Aktualität!

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GEFAHREN BEIM ANGELN

Angellizenz La Gomera

Giftige Fische, Wind, Wellen, Gezeiten, Strömungen

Fängt man jeden Tag einen Fisch?

Wer auf den Kanaren angeln gehen möchte, der sollte auch in der Lage sein, die Gefahren realistisch einzuschätzen. Der Atlantik ist insbesondere im Winter besonders wild, die Strömungen unberechenbar und der teilweise heftige und lang andauernde Wind kann Dir unerwartet einen Strich durch die Rechnung machen.

Auch auf La Gomera gibt es giftige Fische. Besonders beim Grundangeln gehen manchmal sehr große Rochen an den Haken, die einen giftigen Stachel an der Schwanzflosse haben. In erster Linie handelt es sich um Stech-, Adler-, und Nagelrochen. Aber auch das Petermännchen, das einen giftigen Stachel am Kiemendeckel und an der vorderen Rückenflosse hat, verirrt sich manchmal an den Haken. Wenn Du unerwartet in Kontakt mit einem Giftstachel kommst, solltest Du schnellstmöglich das nächste Krankenhaus aufsuchen. Dort bekommst Du dann ein dementsprechendes Gegengift verabreicht. Im Frühjahr oder in den Sommermonaten ist es auch nicht unüblich, dass sich auch mal ein Hai an Deinem Köderfisch vergreift, besonders wenn man etwas weiter draußen auf dem Meer angelt. Überwiegend handelt es sich um kleinere Hammerhaie oder Glatthaie. Auch wenn diese ungefährlich sind, sollte man beim Entfernen des Hakens vorsichtig sein, da die Jungs sehr scharfe Zähne haben.

Besonders vorsichtig sollte man auch bei den teilweise häufig anzutreffenden Kugelfischen (Lagocephalus lagocephalus) sein, welche seit ca. 2 Jahren vor der Küste anzutreffen sind. Abgesehen von den sehr scharfen Zähnen, mit welchen die Kofferfische sogar dicke Stahlvorfächer mit Leichtigkeit durchbeißen können, enthält das Fleisch das Nervengift Tetrodotoxin.

Was von Touristen immer wieder unterschätzt wird, sind die unkalkulierbaren Wellen und Strömungen. Auch an windstillen und scheinbar ruhigen Sommertagen kann wie aus dem Nichts eine sehr große Welle kommen und Dich innerhalb einer Sekunde auf das offene Meer ziehen oder über die scharfen Felsen schleifen. Beides kann sehr unangenehm werden, insbesondere wenn die Strömung Dich erfasst und raus auf das offene Meer zieht. Besonders in den Wintermonaten (Dezember bis März) sollte man das Meer deswegen genau beobachten und nie aus dem Auge lassen. Im Norden von La Gomera sollte man ganzjährig Vorsicht walten lassen, da der Wellengang dort fast immer unberechenbar ist. Einen detaillierten Windbericht kann man auf der Website von Windfinder einsehen.

Bevor man seinen Angeltag plant, sollte man sich auch über die Gezeiten informieren. Auf La Gomera gibt es 2-mal am Tag Ebbe und Flut. Der Unterschied des Wasserstandes bei Ebbe und Flut beträgt durchschnittlich etwa 1,50 Meter, bei extremer Springflut werden bis zu 2,10 Meter erreicht. Eine aktuelle Übersicht findest Du auf der Website von Gezeitenfisch. Dort kann man auch einen aktuellen Beißkalender einsehen, der eine grobe Orientierung über die Fischaktivitäten eines Tages gibt.

Wellen, Strömungen, Wind

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PERSÖNLICHE ANMERKUNG

Auch wenn der Fischbestand auf La Gomera noch verhältnismäßig „gesund“ ist und man die gängigsten Angelmethoden und besten Fanggründe kennt, wird man nicht jeden Tag mit einem (kapitalen) Fisch belohnt! Man muss schon Geduld und Ausdauer mitbringen, dann stehen die Chancen relativ gut, einen vorzeigbaren Fisch zu fangen. Ich muss aber fairerweise auch erwähnen, dass durch die massive Fischerei, die Verschmutzung unserer Meere und den anhaltenden Klimawandel der Fischbestand drastisch zurückgegangen ist, auch hier auf La Gomera. Die einheimischen Fischer sagen, dass man früher „über das Wasser laufen konnte“, weil so viel Fisch in den Meeren war. Auch der Angeldruck der Big-Game-Anbieter und Hobbyangler ist in den letzten Jahren massiv angestiegen, was sich nicht unbedingt positiv auf den Bestand auswirkt. Heutzutage muss man sich schon anstrengen, um einen kapitalen Fisch zu fangen. Aber dafür bin ich ja da, auch wenn ich definitiv keine Fanggarantie geben kann und geben möchte! Das sollte Dir klar sein, wenn Du mich als Angelguide buchen möchtest. Durch den langjährigen Kontakt zu den örtlichen Fischern und Anglern bin ich aber immer auf dem Laufenden, was die besten Stellen, Zeiten und Methoden angeht.